Seminarevaluation – Fluch oder Segen?

Illustration: Evaluation

Ich habe im Oktober ein tolles Interview mit Prof. Dr. Andreas Guse, dem Prodekan für Lehre der Medizin-Fakultät an der Uni Hamburg geführt. Er berichtete, wie die Studierenden der Medizin, durch ein ausgeklügeltes Evaluationsverfahren unmittelbar in die Veränderung der Lehre eingebunden sind. Die Grundlage des Verfahrens sind Evaluationsbögen, die in der letzten Sitzung einer Lehrveranstaltung von den Studierenden ausgefüllt werden – unter anderem auch mit umfangreichen Freitextkommentaren.

Ich dachte sofort: Das klingt ja gut, ich habe in meinem Studium oft solche Bögen ausgefüllt, aber nie wahrgenommen, dass sich darauf irgendetwas verändert hätte. In der Medizin gibt es eine aus allen Modulverantwortlichen und Studierenden zusammengesetzte Kommission, die alle (wirklich alle) Bögen auswertet, einschätzt und daraus Handlungskonsequenzen ableitet. Diese müssen die Modulverantwortlichen dann weitertragen, sodass sie umgesetzt werden können. Das heißt, es ist keine Option, zu überlegen, ob man die Änderungen umsetzt oder nicht, sondern es muss aktiv dagegen argumentiert werden,  wenn jemand das nicht machen will. Klar, hat Herr Gusen nichts von Sanktionen berichtet, die den Leuten blühen, die die Änderungen nicht umsetzen, aber unter so vielen KollegInnen wird sich sowas wahrscheinlich schnell rumsprechen und wer will schon gern als Einzelner ohne Argumente sich gegen die Beschlüsse des ganzen Studiengangs wehren?

Anonymität als Sprechunterstützung?

Daraus ziehe ich erstmal die Schlussfolgerung, dass ich bei so einem Verfahren, wo ich wüsste, wie meine Rückmeldungen verarbeitet werden, wohl sehr viel mehr motiviert wäre, mich zu beteiligen, als das bisher der Fall war. Dieses Prinzip muss sich, denke ich, doch auch auf die studentische Partizipation anwenden lassen. Ich meine nun nicht, dass wir an möglichst vielen Stellen in Lehrveranstaltungen neue Evaluationsbögen einführen sollten, aber das Prinzip besteht unter anderem ja darin, Studierenden Raum zu schaffen, ihre Eindrücke und Kritik auszudrücken, ohne, dass sie Angst haben müssen, dafür sanktioniert zu werden oder schlecht dazustehen.

Manche sagen nun sicher, dass sie solche Räume nicht brauchen, weil sie eh gelernt haben, sich in solchen Fragen auszudrücken und das gegenüber den Lehrenden beispielsweise direkt im Seminar oder per E-Mail auch tun. Das mag sicher richtig sein, aber das gilt eben nicht für alle. Die Studierenden kommen aus sehr unterschiedlichen Zusammenhängen und haben sehr unterschiedliche Hintergründe, sodass der Bericht aus der Medizin, dass dort viele Studierende die Evaluation nutzen und dadurch in den letzten Jahren ihre Zufriedenheit mit dem Studienangebot signifikant angestiegen ist, darauf hindeutet, dass an der Überlegung, dass das auch mit der Möglichkeit, anonym zu bleiben zusammanhängt, schon etwas dran sein könnte.

Wie kann man so etwas nun außerhalb von Evaluationsbögen ebenfalls umsetzen? Vielleicht mit digitalen Tools? Oder indem Lehrende regelmäßig etwas Zeit einer Lehrveranstaltung dafür einplanen, in der sie rausgehen und die Studierenden auffordern, sich über die Lehrveranstaltung auszutauschen und diese Rückmeldung durch eine Sprecherin oder einen Sprecher der Lehrperson mitteilen zu lassen? Schreibt uns eure Gedanken dazu als Mail oder in die Kommentare. Wir freuen uns auf eurer Feedback!

ErstakademikerInnen unterstützen durch Partizipation

In einem Workshop von Arbeiterkind.de wurden die Mitarbeitenden des Universitätskollegs für Themen und Problemlagen von ErstakademikerInnen sensibilisiert. Ebenfalls reflektierten wir unsere eigenen Bildungswege.

Vorstellung von Arbeiterkind.de

Arbeiterkind.de ist eine Initiative, die Personen aus nichtakademischen Hintergründen im Studium unterstützt. Die Unterstützung gestaltet sich z. B. als offene Treffen, Sprechstunden oder auch Mentoringangebote. Weitere wichtige Aspekte sind der Erfahrungsaustausch, ein Info-Telefon und Informationsveranstaltungen. Die Angebote werden zumeist von ehrenamtlichen Mitarbeitenden durchgeführt.

Hintergrund für die Arbeit der Initiative ist, dass die familiären Hintergründe von Studierenden entscheidend für die Studienentscheidung von jungen Menschen sind. So beginnen weniger Studierende aus nicht-akademischen Familien ein Studium als Studierende aus Akademikerfamilien. Außerdem werde die soziale Auswahl an den Hochschulen weiter aufrecht erhalten, indem Kinder von AkedemikerInnen höhere Abschlüsse erreichen als Kinder von Nicht-AkademikerInnen (Arbeiterkind Jahresbericht 2018, S. 8).

Diskussion um Unterschiede

Generell ist es meiner Meinung nach nicht immer nötig, Studierende aus Akademikerfamilien und aus Nichtakademikerfamilien zu unterscheiden. Eine absichtliche Unterscheidung sollte sogar vermieden werden. Die Studien und die im Workshop geschilderten Erfahrungen zeigen allerdings, dass es doch Unterschiede gibt. Dabei ging es in den Diskussionen im Workshop häufig um finanzielle Themen und die Unterstützung und Rückhalt durch die Familie. Das generelle Wissen um Möglichkeiten vom Studium und Kenntnisse über den Ablauf und die Voraussetzungen eines Studiums wurden ebenfalls genannt.

pixabay/anemone 123

Wie kann studentische Partizipation ErstakademikerInnen unterstützen?

Ich stellte mir die Frage, wie studentische Partizipation in der Hochschullehre Studierende aus nicht-akademischen Hintergründen bei einem erfolgreichen Studium unterstützt werden können.

Die Kommunikation und der Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden kann meiner Meinung nach einen guten Ansatz dafür darstellen, dass Hindernisse für Studierende gemindert werden. Über dieses Thema sprechen wir auch in einer Folge unseres Podcasts. Es kann dazu kommen, dass die Lehrenden für bestimmte Themen sensibilisiert werden oder dazu ermutigt werden, über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten. Probleme können so besser erkannt und offen angesprochen werden. Der Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden ist fester Bestandteil unserer Definition von studentischer Partizipation.

Wenn die Argumentation von Arbeiterkind.de konsequent weiter gedacht wird, kann davon ausgegangen werden, dass ErstakademikerInnen das partizipative Einbringen in  Lehr-Lern-Veranstaltungen häufig schwerer als ihren Mitstudierenden fällt.  So könnte es vorkommen, dass Studierende aus nicht-akademischen Familien sich, vor allem zu Anfang ihres Studiums, nicht trauen, sich in den Veranstaltungen zu beteiligen. Das sollte ebenfalls immer bedacht werden.

Was können Lehrende tun?

Dies kann beispielsweise durch Sprache passieren: Lehrende sollten am besten in den ersten Semestern eine weniger akademische Sprache verwenden, damit ErstakademikerInnen keine Vorbehalte verspüren, sich in der Veranstaltung zu beteiligen. Des Weiteren sollten implizite Erwartungen der Lehrenden klar formuliert werden, damit alle Teilnehmenden wissen, was erwartet wird. Solche implziten Erwartungen können vielfältig sein, wie beispielsweise der Unterschied zwischen Seminaren und Vorlesungen und die jeweiligen Erwartungen, die daran geknüpft werden.

Im Workshop teilten wir die verschiedenen Ansätze, wie Hürden und Probleme von ErstakademikerInnen minimiert werden können, in drei Ebenen auf: die diskursive, die institutionelle und die individuelle Ebene. Der zuvor angesprochene Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden passt hier in die diskursive Ebene, indem Räume geschaffen werden, um über das Studium zu sprechen. Auf der institutionellen Ebene wurde die Qualifizierung von Lehrenden angesprochen. Feedbackprozesse wurden für die individuelle Ebene genannt. Dieses Feedback kann beispielsweise durch Lehrende auf Leistungen der Studierenden bezogen sein, oder auch Feedback von Studierenden an Lehrende beinhalten. Feedback ist, so fanden wir auf den Veranstaltungen unseres Projektbereichs heraus, ebenfalls ein sehr wichtiger Bestandteil von studentischer Partizipation.

Einen Beitrag zum Abbau von Hindernissen und Hürden von Studierenden aus nicht-akademischen Hintergründen können die Ansätze von studentischer Partizipation in der Hochschullehre also leisten. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass ErstakademikerInnen häufig besonderen Schwierigkeiten ausgesetzt sind, die sich auch auf studentische Partizipation auswirken können.

Wir freuen uns in den Kommentaren über Erfahrungen von ErstakademikerInnen oder von Lehrenden. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht oder vielleicht auch gänzlich andere? Wir sind gespannt!

 

Studentische Partizipation im Leitbild der Universität Hamburg

Die UHH hat sowohl in ihrem allgemeinen Leitbild, als auch im spezifischeren Leitbild universitäre Lehre viele Formulierungen stecken, die auf studentische Partizipation verweisen.

Das ist super! Denn in Leitbildern bündelt sich die Intuition und das (Erfahrungs-)Wissen der Menschen einer Institution. Dabei liegt der Blick darauf, was sie einerseits als machbar und andererseits als wünschenswert ansehen. Das Machbare und das Wünschenswerte verschmilzt so miteinander.

Wir nehmen es daher vorweg: Die studentische Partizipation in der Lehre scheint für die Universität Hamburg machbar und wünschenswert zu sein.

Leitbild der Universität Hamburg
Leitbild der Universität Hamburg. Screenshot

Leitbild der Universität Hamburg

Im Leitbild stehen sechs Globalziele der Universität:

  • Stärkung der Verantwortlichkeit
  • Internationalisierung
  • Qualitätssteigerung
  • Fächerübergreifende Zusammenarbeit
  • Vernetzung mit der Region
  • Offenheit des Zugangs zu Bildung und Wissenschaft

Wobei vor allem das Ziel, der Bildung mündiger Menschen sinnvoll durch studentische Partizipation erreicht werden kann:

“Ihren Bildungsauftrag sieht die Universität in der Entwicklung von Sachkompetenz, Urteilsfähigkeit und der Fähigkeit zu argumentativer Verständigung auf wissenschaftlicher Grundlage. Für alle Menschen will sie ein Ort lebenslangen Lernens sein und ein öffentlicher Raum der kulturellen, sozialen und politischen Auseinandersetzung.”

Leitbild Lehre der Universität Hamburg

Zusätzlich hat der Akademische Senat noch ein ausführliches Leitbild Lehre beschlossen. Auch darin finden wir Handlungsräume für studentische Partizipation. Als Grundlage wird das humboldtsche Bildungsideal der Einheit von Forschung und Lehre angegeben. Diesem Ziel sind alle Mitglieder der Universität Hamburg gemeinsam verpflichtet. Die speziellen Erwartungen werden an die Fakultäten, die Lehrenden und die Studierenden gerichtet. Einige Erwartungen haben auf den ersten Blick wenig Bezug zu studentischer Partizipation. Die folgenden Erwartungen interpretieren wir jedoch als Arbeitsauftrag:

Von den Fakultäten wird erwartet, dass sie die Entwicklung kooperativer Lehr-Lern-Formen und neuer Veranstaltungstypen unterstützen.

Von den Lehrenden wird erwartet, dass sie mit den Studierenden als Subjekten und eigenverantwortlichen Gestaltern ihres Studiums zusammenarbeiten. Lehrveranstaltungen sollten am Prinzip des Dialogs ausgerichtet sein sowie intrinsisch motivierte und biografisch bedeutsame Lernprozesse aufseiten der Studierenden soweit als möglich unterstützen.

Die Lernziele der Veranstaltung und damit verbundene Erwartungen an die Studierenden sollten für alle Beteiligten transparent gemacht werden. Prüfungen sollten auf diesen Lernzielen basieren. Lehrende sollen sich mit anderen Lehrenden und Studierenden über die Prüfungen verständigen. Den Studierenden sollten notwendige Rückmeldungen über erbrachte Leistungen, Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenziale gegeben werden.

Von den Studierenden wird erwartet, dass sie das Studienangebot der Universität eigenverantwortlich wahrnehmen. Sie sollen sich selbst als Subjekte und selbsttätige Gestalter ihres Studiums begreifen. Sie sollen entsprechend handeln und sich auf den Dialog mit den Lehrenden und anderen Studierenden als Prinzip der Lehre einlassen. Lehrenden und anderen Studierenden sollen notwendige Rückmeldungen gegeben werden.

Blick über den Tellerrand

Auch ein Blick in die Leitbilder zeigt Handlungsräume für studentische Partizipation. Beispielhaft sei hier die Leuphana Universität Lüneburg genannt. Dieses Leitbild gründet auf den drei Grundkonzepten Humanismus, Nachhaltigkeit und Handlungsorientierung. Und beim Punkt Humanismus wird gleich im ersten Satz darauf verwiesen, dass der Mensch die Freiheit haben soll, seinen Charakter selbst zu bilden.

Hochschullehre und studentische Partizipation

Somit knüpfen wir an diese Leitbilder mit unserer Arbeit an. Durch  Partizipationslabore, die Entwicklung von Online-Self-Assessments für Studierende und Lehrende sowie unserem Podcast und diesem Blog wollen wir  aus den Leitbildern gelebte Praxis zu machen.

Viele Inhalte der Leitbilder lassen sich mit dem in Verbindung bringen, was wir bisher über studentische Partizipation herausgefunden haben:

  1. Studierende müssen tatsächlich beteiligt sein.
  2. Studierende müssen von Entscheidungen zur Gestaltung der Lehre direkt profitieren.
  3. Partizipation muss regelmäßig geübt werden.

Uns ist bewusst, dass die Leitbilder der Universität Hamburg Handlungsleitend für sehr viele Menschen sind. Daher gehen wir in unserer Arbeit von folgenden Grundannahmen aus:

  1. Studentische Partizipation in der Lehre findet bereits vielerorts statt.
  2. Die Auseinandersetzung mit Partizipation in der Lehre hat eine lange Geschichte.
  3. Unser Projektbereich ist nicht das einzige einschlägige Unterstützungsangebot.

Mit dieser Grundhaltung und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnerinnen, wollen wir einen Beitrag für gute Lehre im Rahmen des Leitbildes leisten.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung auf der Campus-Innovation-Konferenz 2019

Am 21. Und 22. November findet im Curio-Haus die jährliche „Campus-Innovation“-Konferenz statt. Dieses Mal mit dem Titel „Nachhaltigkeit und Digitalisierung“. Parallel läuft auch der „Konferenztag/U15 Dialog zur Zukunft universitärer Lehre“ – das klingt in Bezug auf studentische Partizipation in der Hochschullehre nach viel Neuem und Wissenswertem!

Begonnen wird am Donnerstag mit einigen Keynotes: Das „netzwerk n“ stellt Studiereneninitiativen vor, die sich für eine nachhaltige Entwicklung an der Hochschule engagieren und reflektiert, wie dabei digitale Tools zum Einsatz kamen; Prof. Dr. Peter-André Alt spricht für die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) unter dem Titel „2040 oder die schöne neue Welt der akademischen Lehre. Ein nicht ganz ernstes, aber mögliches Zukunftsbild“ über Utopien und Dystopien in der Lehre und Prof. Dr. Georg Müller-Christ wird als Vertreter des Fachforums Hochschule und Nachhaltigkeit sprechen – insbesondere der HRK-Beitrag scheint viele Risiken der zukünftigen Entwicklungen in der Lehre thematisieren zu wollen, wer also selbst viel Kritisches daran sieht, in welche Richtung sich die Lehre gerade verändert, wird dort auf seine Kosten kommen.

Die Keynotes werden dann abgerundet von einer philosophischen Diskussion mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, ehemaliger Kulturstaatsminister unter Gerhard Schröder, zum Thema „Digitaler Humanismus“. Dieser vertrete laut Nida-Rümlin, dass er „den technischen Fortschritt im Zeitalter der künstlichen Intelligenz nicht bremsen, sondern fördern“ will, ohne dabei der „Silicon Valley Ideologie“ zu verfallen, die ihrerseits denke, dass „eine umfassende Digitalisierung eine utopische Welt einläuten wird, in der Transparenz und Berechenbarkeit, ökonomischer Erfolg uns von allem Übel dieser Welt erlösen wird“. Ein ambitionierter Aufschlag, der für alle etwas sein wird, die sich grundsätzlicher mit der Frage der Digitalisierung auseinandersetzen wollen.

Die Themen der beiden, parallel am restlichen Donnerstag und am Freitag stattfindenden Workshop-Tracks sind dann einerseits „Robotics/KI in der Anwendung“, „Nachhaltigkeit in der Lehre“ und „Social Video Learning“ sowie andererseits „Nationale Forschungsdateninfrastruktur“, „Nachhaltigkeit in Verwaltung und Forschung“ und „Campus Management“ – hier wirkt der erste Track, als würde er sich insbesondere mit der Lehre befassen. Die genauen Workshopthemen wurden noch nicht bekannt gegeben, aber es verspricht spannend zu werden. Wer nichts verpassen will, sollte auf Aktualisierungen der oben verlinkten Seite achten, sich das weitere Programm anschauen oder sich direkt dort anmelden – es wird sich vermutlich lohnen!

 

Studentische Partizipation und digitale Tools

Seit Beginn meines Studiums habe ich miterlebt, wie die Hochschulbildung immer digitaler wurde. Nicht alles davon hat sich positiv auf mein Studium ausgewirkt, aber doch sehr vieles. Doch nicht nur die Seminare und Vorlesungen wurden digitaler sondern in allen Lebensbereichen erhielten digitale Tools mehr und mehr Einzug. Dadurch hat sich auch die Art und Weise, wie Studierende an der Lehre partizipieren können verändert.

Zu Beginn meines Studiums hat noch niemand sein*ihr Handy aus der Hosentasche geholt, um mal eben etwas zu recherchieren. Als ich ein paar Jahre später selbst Lehrender war, waren Smartphones so allgegenwärtig, dass es kaum Seminarteilnehmer*innen gab, die es geschafft haben, eine ganze Sitzung lang das Handy in der Tasche zu lassen.

Studentische Partizipation und digitale Tools
Studentische Partizipation und digitale Tools

Mein erster Impuls war darauf mit einem Handyverbot zu reagieren. Schließlich hatte ich Lust, mit den Teilnehmer*innen über frühkindliche Bildung zu diskutieren und wollte mir die Aufmerksamkeit nicht mit ihren Whatsappchats und Facebook Timelines teilen. Ich habe mich dann aber doch dafür entschieden, das Handy als Ressource zu verstehen und zu nutzen.

Bei der Recherche nach dem richtigen Tool, bin ich auf viele Angebote gestoßen, die ich noch nicht kannte und die auch den Studierenden vollkommen unbekannt waren. Ich habe QR Codes in meine Präsentationen eingebaut und die Studierenden an kurzen Umfragen teilnehmen lassen, die wir dann im Plenum besprochen haben. Darauf folgte eine offline Diskussion, ob es in Ordnung von mir ist, das private Handy für die Teilnahme vorauszusetzen. Wir haben danach einen Kompromiss gefunden, dass auch Studierende ohne Smartphone sich an den Umfragen beteiligen konnten.

Ganz im Sinne Klafkis fand die studentische Partizipation hier nicht nur durch die genutzten Tools statt, sondern auch in Form einer “Unterrichtskritik” und einem kurzen Exkurs zu meinem didaktischen Wissen, was einem “Unterricht über Unterricht” entspricht.

Ich habe daraus einige Erkenntnisse gezogen.

  • Digitale Tools können die studentische Partizipation unterstützen, aber auch Ablehnung hervorrufen.
  • Wer Studierende partizipieren lassen möchte, sollte sie bereits vor dem Einsatz der Tools in die Entscheidungsfindung einbinden.
  • Der Einsatz von unbekannten Tools erzeugt Unsicherheiten auf Lernenden und Lehrenden Seite, die sichtbar gemacht werden sollten.
  • Es existieren viele Tools, die studentische Partizipation fördern können, die den meisten Lehrenden und Lernenden noch unbekannt sind.

Sicherlich haben die meisten von euch Ähnliches erlebt und daraus ganz eigene Erkenntnisse gezogen. Hinterlasst uns einen Kommentar, wie ihr den Einsatz digitaler Tools bisher erlebt habt.

Sind Massive Open Online Courses die Zukunft der Lehre?

Seit einiger Zeit hört man an den Hochschulen von Online-Kursen – ob in der Weiterbildung oder im Kleinen als Ergänzung in einer Lehrveranstaltung. Das Team vom Podcast „Bits & Bildung“ des Hochschulforums Digitalisierung hat in ihrer ersten Folge „Einschreiben bitte! Online lernen mit MOOCs“ dieses Phänomen untersucht und ich muss sagen, dass ich begeistert bin:

Lernen von zu Hause und mit eigener Zeiteinteilung. Für die, die tagsüber zu Hause Ruhe haben und Raum haben, das zu nutzen: ein Traum. Klar, manche argumentieren, dass sie den Druck von außen brauchen, sich zum Lernen motivieren zu können, aber in diesem Fall wäre es denke ich zuerst einmal erforderlich, zu überlegen, wie es kommt, dass man bei manchen Aktivitäten (selbst wenn es Musik machen, Computer spielen o.Ä. ist) leidenschaftlich entflammt und bei solchen, die das eigene Leben zentral beeinflussen wie das Erlernen eines Berufes, nicht.

Besonders die freie Zeiteinteilung dürfte im Angesicht der steigenden Diversität der Studierenden ein Vorteil sein und Partizipation fördern (wobei dann sehr genau untersucht werden muss, in welcher Weise Studierende dann, beispielsweise bei der Erstellung der Lehrmaterialien, mitgestalten) – ob für Eltern mit Kindern, Angehörige Pflegende oder anderen Verpflichtungen und Eigenschaften, die schnell zu (gesellschaftlichen) Behinderungen werden können oder es schon sind. Im Podcast wurde gleich zu Anfang auch die aktuelle Überfüllung der Lehrveranstaltungen genannt und dass MOOCs durch die Verlagerung der Lehre in das außerhochschulische Leben der Teilnehmenden zu Einsparzwecken missbraucht würden – darauf muss man sicher achten, aber dieser nicht zur Frage der didaktischen Sinnhaftigkeit der Lehrform gehörende Aspekt muss auf politischer Ebene geklärt werden.

MOOCs unterscheiden sich von sonstigen offenen Online-Bildungsangeboten insbesondere dadurch, dass sie einen festen Start- und Endtermin haben und meist – neben den eigentlichen Lehrvideos – ein Forum bereitstellen, in dem die Teilnehmenden sich austauschen und diskutieren. So können viele Fragen bezüglich des Kurses in der Gruppe und für alle sichtbar geklärt werden, die Teilnehmenden können sich vernetzen und auch über den Kurs hinausgehende Anregungen werden dokumentiert. Manchmal gibt es auch noch Lernspiele wie Quizze, die ermöglichen den eigenen Lernstand zu checken.

Nachteile gibt es allerdings auch: da es keine Anwesenheitspflicht gibt, ist schwer festzustellen, wer welche Fähigkeiten erlernt hat – das Problem besteht aber bei nicht online durchgeführten Lehrveranstaltungen auch. Insbesondere bei wenig anregend gestalteten Lehrvideos wird sich wahrscheinlich das nebenher laufen lassen des Videos, ohne voll dabei zu sein, öfters einstellen. Dazu können Dozierende ab einem bestimmten Nachfrageaufkommen, beispielsweise bei Teilnehmendenzahlen über 1.000, kaum mehr darauf eingehen – das gilt aber für größere Vorlesungen auch.

Nicht zu letzt kann ein Online-Kurs die unmittelbare Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden nicht ersetzen. Auch wenn Lehrende gegenüber vielen Lernenden dozieren, nehmen sie normalerweise immer in irgendeiner Weise Bezug auf diese – selbst, wenn es nur der schläfrige Eindruck ist, den sie machen. Das fällt beim Video weg und engt den Raum für lernbedürfnisorientierte Interaktion ein.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns vorgenommen auf unserem nächsten Partizipationslabor am 5. Dezember die Auswirkungen von digitalen Tools auf die studentische Partizipation in der Lehre näher zu untersuchen, wozu wir euch schonmal herzlich einladen wollen.

Theorie-Praxis-Transfer

Gestern kam der interne Newsletter der Uni Hamburg rum, in dem wir auf ein Interview mit Katarina Dobberphul, der Koordinatorin für den Uni-Bereich “Service Learning” aufmerksam gemacht wurden. Dieser Bereich hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende mit sogenannten Praxispartner*innen zusammenzubringen. Dabei stellen die Praktiker*innen eine Problemstellung aus ihrem Arbeitsbereich vor, welches die Studierenden dann in ihren Lehrveranstaltungen bearbeiten und lösen sollen.

Das fand ich sofort eine gute Idee, da man motivierter arbeitet, wenn man mit seinem Arbeitsergebnis etwas in der Welt zum Positiven verändern kann und sich so an der gesellschaftlichen Entwicklung mehr beteiligt fühlen, also mehr partizipieren kann. Dies kann sich als motiviertere Partizipation in der Lehrveranstaltung niederschlagen. Auch die Einblicke in die jeweiligen Praxisfelder scheinen unmittelbar hilfreich, da sie entsprechendes praktisches Erfahrungswissen ermöglichen, das in einer Lehrveranstaltung, die sich nur mit erdachten Fällen befasst, weniger im Fokus steht. Damit wird offensichtlich das Uni-Ziel des Theorie-Praxis-Transfers gefördert.

Interessant fand ich dabei noch, dass der Bereich “Service Learning” heißt und damit eigentlich ausdrückt, dass die Studierenden mit ihrem Lernprozess den Praxispartner*innen “dienen”, also für diese und deren gesellschaftliche Fragestellungen arbeiten. Einerseits ist damit der erwähnte Effekt der Weltveränderung gegeben, andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Studierenden sehen, dass mit ihren Arbeitsergebnissen beispielweise Geld verdient wird und sie davon, obwohl sie dafür gearbeitet haben, nichts haben.

Dazu könnten noch Beschränkungen der Fragestellung seitens der Praxispartner*innen kommen, die die Studierenden dazu anregen, sich weniger kritisch mit dem Praxisbereich zu befassen. Dies würde in letzter Instanz wohl eher zu Motivationsminderungen bei den Studierenden beitragen und ihre Bereitschaft an der Lehrgestaltung zu partizipieren senken. Insoweit: Ein tolles Projekt, was ähnlich wie die von uns angekündigte Kieler studentische Konferenz den Theorie-Praxis-Transfer neu in den Fokus nimmt, welches mit Achtsamkeit von den Uni-Mitgliedern unterstützt werden sollte.

Geht lernen nur, wenn man sich gut fühlt?

Foto: pixabay

Fabian Wagner hat ein tolles Buch für Lehrende geschrieben, in dem er seine Erfahrungen als Dozierender in möglichst einfacher Sprache und mit vielen Anregungen versucht hat bereitzustellen. In diesem formuliert er auch sein Lernverständnis und greift dabei auf die Aussagen des Neurobiologen Gerald Hüther zurück.

Hüther wurde 1951 in der DDR geboren und hat dort in Leipzig und Jena eine biologische Ausbildung bis zur Promotion erhalten. Seit Ende der 70er arbeitet und forscht er in Göttingen auf dem Gebiet der Hirnentwicklungsstörungen und der neurobiologischen Grundlagenforschung. Er hat dort ebenfalls im Fach Neurobiologie habilitiert und vertritt die These, dass positive Emotionen die Lernbereitschaft zu Teilen erst ermöglichen und negative Emotionen diese sogar gen Null senken können.

Auch wenn bei Hüther die Bedingungen und Qualitäten dieser Emotionen nicht näher erläutert werden – was seine These recht frei interpretierbar macht – können wahrscheinlich viele von uns seine grundsätzliche Beobachtung bei sich selbst im Alltag machen: Wenn es uns schlecht geht, beispielsweise weil wir ungelöste Konflikte und daraus resultierenden Stress mit PartnerInnen, Familienmitgliedern, FreundInnen oder KollegInnen haben oder weil uns (Zukunfts-)Sorgen bezüglich unserer Finanzierung oder unserer Gesundheit plagen, haben wir manchmal einfach nicht den Kopf dafür, uns jetzt mit dem Unterrichtsstoff zu beschäftigen – sei er auch noch so interessant, für unser Studium wichtig und/oder gesellschaftlich relevant.

Auf der anderen Seite merken wahrscheinlich viele von uns auch, dass wir besser lernen, mehr Initiative ergreifen und wir ganz bei der Sache sind, wenn es uns gut geht, unsere Beziehungen sich positiv entwickeln, die Arbeit, die wir tun, uns als produktiv und sinnvoll erscheint – ebenso wenn wir uns von Verausgabungen gut erholen können, wir unseren Körper durch Sport und gute Ernährung gesund erhalten und unseren Hobbys nachgehen können. Was bedeutet das nun für studentische Partizipation in der Lehre?

Daneben, dass KommilitonInnen sich gegenseitig bei Alltagsfragen unterstützen können und Lehrende im besten Fall auf die vielfältigen Lebenslagen und Bedarfe der Studierenden gut vorbereitet sind, setzt Partizipation unmittelbar an der Frage an, ob einem die (Studien-)Arbeit als produktiv und sinnvoll erscheint: Wenn die Interessen, warum jemand ein Studium begonnen hat mit einer Perspektive, woraufhin man sich im Studium und in der Arbeitswelt hin entwickeln möchte, verknüpft und zusammen sinnvoll in der Lehre aufgehoben sind, löst das potentiell positive Emotionen aus, was nach Gerald Hüther die Lernbereitschaft – also auch die Lerneffektivität – erhöht. So kann studentische Partizipation in der Lehre direkt zur Verbesserung der Lehre beitragen – ein guter Grund für uns an dem Thema dran zu bleiben und weitere konkrete Vorschläge auszuarbeiten, wie man das genau umsetzen kann.

Studentische Partizipation als Politikfeld

Vor ein paar Tagen fiel mir noch mal ein altes Lehrbuch aus meinem Studium in die Hände und ich habe mir meine alten Notizen angeschaut. Daraus habe ich einige Erkenntnisse gezogen, die politikwissenschaftlich vielleicht nicht ganz sauber sind. Aber ein Blog ist ja auch kein Lehrbuch 😉

Nehmen wir mal an, studentische Partizipation in der Hochschullehre sei ein Politikfeld, das wir analysieren können. Dann könnten wir anhand der Politikfeldanalyse erklären, wieso studentische Partizipation in der Hochschullehre in dem Maße verankert ist, wie es heute an der UHH der Fall ist.

Im Verständnis der meisten Policy-Forscher ist die Politikfeldanalyse sowohl eine interaktions- als auch eine problemorientierte Wissenschaft. Sie ist interaktionsorientiert, da sie konkrete politische Entscheidungsfindungsprozesse analysiert und das Zustandekommen der in der Praxis verwirklichten Lösungen erklärt. Sie ist aber auch problemorientiert, da sie zur Lösung politisch-inhaltlicher Fragen beitragen will bzw. nach besten Lösungen sucht. ¹

Bild von Ricarda Mölck auf Pixabay

Also welche Entscheidungsfindungsprozesse stecken z. B. hinter dem hamburgischen Hochschulgesetz, der Prüfungsordnung oder dem Leitbild der UHH? Welche Inhalte beziehen sich dabei auf studentische Partizipation in der Hochschullehre? Welche Interessen, Konflikte und Kämpfe, haben auf diese Entscheidungsfindungsprozze Einfluss genommen?

Partizipation in der Hochschullehre steht unter dem Einfluss höchst unterschiedlicher Voraussetzungen und Rahmenbedingungen. Dazu gehören rechtliche Vorgaben, curriculare Entscheidungen, hochschulpolitische Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sowie weiterer Instanzen, die einen Handlungsrahmen setzen, der dann von der Landespolitik und den zuständigen Gremien der Universität Hamburg durch entsprechende Beschlüsse auszufüllen ist.

Den oben skizzierten Fragen nachzugehen, ist also für viele Ebenen und Aspekte sinnvoll. Wir werden das in unsere Arbeit einbeziehen und auf diesem Blog weiter darüber berichten und zentrale Erkenntnisse auf dem nächsten Partizipationslabor vorstellen.

Bis dahin freuen wir uns vor allem über Hinweise, welche Studien, Bücher und Konzepte wir noch in unsere Arbeit einfließen lassen sollen:


Schubert, Klaus & Nils C. Bandelow. 2009. Politikfeldanalyse: Dimensionen und Fragestellungen. (Ed.) Nils C. Bandelow & Klaus Schubert. Lehrbuch der Politikfeldanalyse 2.0. München: Odenbourg Verlag.

Durch Partizipation für morgen befähigen

Der Stifterverband hat zusammen mit McKinsey den Hochschulbildungsreport 2020 veröffentlicht. Betitelt ist dieser Report mit “Für morgen befähigen”. Mich hat dieser Titel sofort angesprochen, da auch wir es als unsere Aufgabe verstehen, die Lehrenden und Studierenden auf Herausforderungen ihrer Zukunft vorzubereiten. Daher habe ich den Report einmal mit meiner rosaroten Partizipationsbrille gelesen.

Der Hochschulbildungsreport beschäftigt sich zu Beginn mit der Darstellung des Hochschul-Bildungs-Index. Auf diesen Index will ich nicht weiter eingehen, aber die Weiterentwicklung der Hochschulbildung verläuft demnach nicht so positiv wie erhofft.

Des Weiteren und hauptsächlich beschäftigt sich der Report  mit eigens aufgestellten Future Skills. Future Skills sind demnach Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in den nächsten fünf Jahren für das Berufsleben und/oder die gesellschaftliche Teilhabe deutlich wichtiger werden und zwar über alle Branchen und Industriezweige hinweg. Diese wurden durch Workshops, Befragungen und Interviews herausgearbeitet. Fokusthema des Berichts ist die Quartäre Bildung (wissenschaftliche Weiterbildung). Für die Hochschulen werden vier Empfehlungen formuliert. Für die Politik nochmal drei. Durch die Umsetzungen dieser Empfehlungen sollen Universitäten besser dazu beitragen können, die von der Wirtschaft benötigten Future-Skills herauszubilden.

Diese gliedern sich in technologische Fähigkeiten, digitale Schlüsselqualifikationen und nichtdigitale Schlüsselqualifikationen. Hochschulen sollten  Lehrstrategien entwickeln, die neben klassischen Lehrformaten auch aktivierende Formen der Lehre enthalten. Hierzu zählen Ansätze des problem-  und projektorientierten Lernens sowie die Vermittlung von innovativen Methodenkompetenzen wie Design Thinking.   Projektbasierte Lernmodule ermöglichen den Studierenden demnach, kooperativ über die Grenzen der Hochschule hinaus zu denken und mit Partnern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten.

Und hier kommt dann die studentische Partizipation ins Spiel. Projektorientiertes Lernen ist oft mit einem hohen Aufwand verbunden (für Lehrende und Studierende), der sicherlich eher auf Akzeptanz stößt, wenn die Studierenden die Projekte selbst mit auswählen können. Die direkte Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist vermutlich fruchtbarer, wenn sie den Studierenden nicht aufgezwungen erscheint, sondern ihren Interessen entspricht.

Aus den oben erwähnten Interviews hat sich herauskristallisiert, dass die wichtigste Kompetenz, welche die meisten Mitarbeiter in Zukunft benötigen (werden),  die Fähigkeit zur Kollaboration ist, die zunehmend durch digitale Technologien unterstützt und geprägt sein wird: Neun von zehn Mitarbeitern sollten sie beherrschen können. Wichtig wird diese Fähigkeit demnach vor allem aufgrund des Trends in Unternehmenskulturen hin zu flexiblen Arbeitszeiten, agilen Arbeits- und Co-Working-Kulturen sowie Angeboten zu ortsungebundener Arbeit und Homeoffice.

Aus meiner Sicht können z.B. Seminare nur dann auf eine solche Arbeitswelt  vorbereiten, wenn sie selbst entsprechend angelegt sind.  Und damit Lehre auch unter diesen Umständen erfolgreich sein kann, würde ich empfehlen, die Studierenden hier partizipativ einzubinden. Ein solches Konzept zu entwickeln, in dem alle in diesem Beitrag aufgeführten Punkte berücksichtigt werden, finde ich sehr spannend. Mit einer Kollegin aus der UHH werde ich mich dran setzen, das mal auszuprobieren. Vor allem Studierende, die Lust haben, ein solches Konzept mit zu entwickeln, können sich gerne bei uns melden.