Super, ihr habt den Hinweis zur Öffnung des Ausgangs gefunden:



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Dies ist der Hinweis damit ihr das Lösungswort-Anagram, also die drei Blöcke, übersetzen und korrekt anordnen könnt! Googelt einfach den folgenden Begriff: "l337 sp34k", um zu verstehen was die  Textzeichen bedeuten. Wenn ihr die Blöcke aus den drei Kompetenz-Checks richtig angeordnet habt, habt ihr das Lösungswort für den Ausgang aus dem Escape-Room! Ihr braucht das Lösungswort nicht zu übersetzen sondern sollte es in der l337sp34k Variante eingeben.

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Hochschullehre und studentische Partizipation
Ein Blog des Universitätskollegs
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René Rahrt promoviert in Chemie an der Uni Göttingen, war dort 2018 AStA-Vorsitzender und ist aktuell Mitglied der studentischen Zukunfts-AG „Digitale Changemaker“ im Hochschulforum Digitalisierung. Im Interview berichtet über Vorhaben des Forums, Studierende in ihrem Engagement für eine digitale und partizipative Lehre zu unterstützen.

Das Hochschulforum Digitalisierung hat das Projekt “Student Digital Officer” gestartet. Was ist das und wie ist die Idee entstanden?

Viele Hochschulen haben erkannt, dass es sinnvoll ist, für die Strategiefindung beim Thema Digitalisierung in Studium und Lehre feste Ansprechpartner*innen bei den Studierenden zu haben. Antwortend darauf, ist der Student Digital Officer als Projekt entstanden, bei dem das Hochschulforum Digitalisierung kürzlich mit vier Partnerhochschulen die Pilotphase gestartet hat. Ein Kerngedanke dabei war, dass Veränderungsbestrebungen immer sehr auf die Hochschulstrukturen vor Ort angepasst werden müssen – von der sehr zentral organisierten Kunsthochschule bis zur eher dezentral ausgerichteten Volluniversität. Ein Student Digital Officer soll dann vordergründig ein Student oder eine Studentin sein, der oder die beispielsweise für die Hochschulleitung AustauschpartnerIn für Digitalisierungsfragen ist.

Wie genau stellen Sie sich diese Funktion vor? Soll sie ehrenamtlich oder bezahlt ausgeübt werden? Wie lange soll eine „Amtszeit“ sein?

Das Projekt ist aktuell noch in der Konzeptions- und Pilotphase, in der wir uns zusammen mit den Partnerhochschulen ausprobieren. Es wird insoweit dort keine „One-fits-it-all“-Lösung geben, sondern es muss auf die örtlichen Lehr- und Lernbedingungen geschaut werden. Ich könnte mir zum Beispiel eine Amtszeit von zwei Jahren vorstellen. Dazu sollte man überlegen, ob es an der akademischen Selbstverwaltung angedockt ist – beispielsweise mit einem studentischen Vizepräsidenten. Das Modell gibt es unter anderem an der TU München. Die Position heißt dort Student Information Officer. Bei der Frage ob ehrenamtlich oder bezahlt, sollte man denke ich nicht vergessen, dass die Studierenden in erster Linie ihrem Studium nachgehen und ich deshalb davon ausgehe, dass eine solche Funktion eher nicht bezahlt werden wird. Auf der anderen Seite gehe ich aber auch nicht davon aus, dass das Stundenpensum immens hoch sein wird. Und wie gesagt, denke ich, dass auch bei einem Student Digital Officer das Studium im Mittelpunkt stehen sollte.

Wie lassen sich vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen Studierende dafür begeistern, die Lehre in ihrem Studium mitzugestalten?

Ich nehme bei den Studierenden da ein sehr großes Interesse und eine große Bereitschaft wahr, es gibt ja auch generell recht unterschiedliche Formen von Beteiligung seitens der Studierenden: Die einen beteiligen sich eher niedrigschwellig über Feedback und das Ausfüllen von Evaluationen sowie Gespräche mit den Dozierenden rund um eine Lehrveranstaltung. Andere engagieren sich in unterschiedlichen Ausprägungen hochschulpolitisch – ob im AStA in der studentischen Interessenvertretung oder als studentische Mitglieder in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung. Insgesamt schätze ich die Motivationslage der Studierenden als hoch ein. Lehre ist für uns Studierende sehr wichtig und wir nehmen diese auch dementsprechend ernst. In meiner Arbeit in der studentischen Interessenvertretung habe ich auch manchmal den Eindruck gehabt, dass gerade die Wissenschaftler ihren Schwerpunkt eher auf die Forschung als auf die Lehre legen. Auch ist die Engagiertheit von Studierenden im Bereich Digitalisierung nochmal besonders hoch, da diese für die Studierenden vor allem Flexibilisierung und Individualisierung bedeutet – das heißt, man muss nicht mehr dort lernen, wo die Dozierenden sich das vorstellen, sondern es gibt Vorlesungsaufzeichnungen, Podcasts und Online-Module. Das wird der Heterogenität der Lernenden besser gerecht.

Welche Punkte denken Sie, sind am meisten motivationstragend bei den Studierenden, sich dort zu beteiligen?

Ich denke grundsätzlich ist es tatsächlich ein altruistischer Hintergrund. Viele Studierende identifizieren sich dabei durchaus mit ihrer Hochschule und denken sich, dass es bei dem, was sie selbst im Studium erlebt haben, die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit gibt. Insoweit ziehen sie Motivation daraus, dass das Studium für die nachfolgenden Studienjahrgänge nachhaltig besser wird. Das ist, denke ich, ein ganz wesentlicher Punkt. Bei mittelfristigen Veränderungen ist es dann auch Eigeninteresse, wenn sie selbst noch von diesen profitieren. Darüber hinaus ist es ein allgemein politisches und gesellschaftliches Interesse vieler Studierender, sich für Verbesserungen einzusetzen. Das merkt man, finde ich, bei den Klimademonstrationen – es besteht ein hohes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. Dies spiegelt sich dann wiederum als Aktivitäten in der Gestaltung der Lehre an Hochschulen wider.

Welche weitere Unterstützung bräuchten Studierende, um ihre Motivation in Handlungen überführen zu können?

Ein großer Punk ist auf jeden Fall, dass das Studium seit der Bologna-Reform recht verschult und strikt vorgegeben ist – insbesondere die 30 Credits pro Semester. Da wäre es zumindest sinnvoll, wenn die Studierenden freie Zeit oder eine Art von Freiräumen erhalten würden. Das kann man beispielsweise durch Credits Points im Schlüsselkompetenzbereich für gesellschaftliches oder hochschulpolitisches Engagement umsetzen. Eine andere Möglichkeit ist, denke ich, generell die Flexibilisierung von Lehrveranstaltungen. Das heißt, es muss nicht immer der Werktags-Termin sein, sondern es kann auch mal Blockkurse geben, in denen Studierende sich intensiv über zwei Wochen mit einem Thema auseinandersetzen können. Dazu sollte es Gelegenheiten für ehrenamtliches Engagement geben. Ein anderer Punkt ist infrastrukturelle Unterstützung, was viele Hochschulen beispielsweise für Hochschulgruppen auch bereits anbieten. Für diese Gruppen gibt es dann teilweise eine Art Starter-Set, welches aus E-Mail-Funktionspostfach an der Uni sowie der Möglichkeit, Räumlichkeiten zu buchen und Gegenstände zu lagern, besteht. Auch unterstützen manche Studierendenschaftsvertretungen diese Gruppen finanziell.

Eine weitere Ebene ist die Frage nach einem Mentalitätswechsel: Alle Hochschulmitglieder könnten sinnvollerweise mehr und mehr verinnerlichen, dass besonders Offenheit ganz zentral ist für Innovationsprozesse. Ich beobachte da zurzeit einen Transformationsprozess von der Mentalität, dass Dozierende allwissend sind, alles vorgeben und Studierende das nachbeten hin zu einer kooperativen Kollaboration zwischen Studierenden und Lehrenden.

Inwieweit wird dabei das Vorhaben des Hochschulforums Digitalisierung, eine “Student Community” zu bilden, eine Rolle spielen?

Wir vom Hochschulforum Digitalisierung haben bemerkt, dass es an verschiedenen Hochschulstandorten Studierende gibt, die im Bereich Digitalisierung intrinsisch motiviert sind, ihre Hochschule voranzubringen. Mit der Student Community wollen wir solche Studierenden systematisch zusammen bringen und darauf hinarbeiten, dass sich die Studierendengruppen der verschiedenen Hochschulen untereinander vernetzen und zum Beispiel Good Practices austauschen. Dafür wollen wir als Hochschulforum Digitalisierung Infrastruktur und verschiedene Workshops anbieten. Andere Angebote, über die wir hoffen, die Studierenden zu erreichen, sind die Digital Happy Hour und natürlich die Gründung von DigitalChangeMaker-Lokalgruppen. So erhoffen wir uns, Studierende zu gewinnen, die bereits Lust haben, an dem Thema zu arbeiten, aber noch nicht so richtig wissen, in welchem organisatorischen Rahmen.

Wie wird sich Ihrem Eindruck nach, die Hochschullandschaft – auch vor dem Hintergrund digitaler Lehre – in näherer Zukunft verändern?

Wir haben festgestellt, dass es mit der Pandemie einen großen Schub in der Entwicklung digitaler Lehre gab. Einerseits waren Dozierende dadurch damit konfrontiert, die Digitalisierung ihrer Lehre angehen zu müssen. Teilweise war das – abhängig vom jeweiligen didaktischen Konzept – einfach eine Virtualisierung der bisherigen Lehrinhalte. Auf der anderen Seite ist die Community des Hochschulforums Digitalisierung in den letzten Monaten deutlich gewachsen. Darüber hinaus spüren wir generell eine größere Offenheit gegenüber digitalen Formaten und wir denken, dass dies dazu führt, dass diese fächerübergreifend größeren Anklang finden werden. Diese Offenheit wird hoffentlich auch dazu führen, dass insgesamt mehr neue Formate ausprobiert werden. Vor diesem Hintergrund sehen wir aktuell, dass vor allem der von mir vorhin als nötig gekennzeichnete Mentalitätswandel nochmal einen Schub erhalten hat. Ich denke, alle Hochschulen sind in ihrem Digitalisierungsprozess mittlerweile so weit, dass es grundlegend jeweils eine Strategie und die dazugehörige IT-Infrastruktur gibt. An den meisten Hochschulen gibt es auch schon Support-Einrichtungen. Das I-Tüpfelchen wäre nun, alle Lehrenden und Forschenden dezentral aktivieren zu können, die Digitalisierung bei sich vor Ort umzusetzen.

Das Interview führte Eric Recke

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