1. Partizipationslabor durchgeführt

Das Team Hochschullehre und studentische Partizipation des Universitätskollegs der Universität Hamburg organisierte am 20.06.2019 das erste Partizipationslabor für interessierte Lehrende und Studierende der Universität Hamburg und Vertreter*innen weiterer Hochschulstandorte Deutschlands.

Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit den Teilnehmenden Räume für den Dialog über Partizipation zu eröffnen, bestehende Vorurteile und Erwartungen offen anzusprechen, über bewährte Lösungswege breiter zu informieren und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln.
Im Fokus stand bei diesem ersten Partizipationslabor die Diversität der Studierenden besonders in Bezug auf ihr Alter und die unterschiedlichen Lebenswelten und Einstellungen der verschiedenen Generation. Weiterhin sollte die Tagung den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, vom direkten Austausch beider Perspektiven, der Lehrender und der Lernender, zu profitieren und sich untereinander zu vernetzen bzw. bestehende Netzwerke zu vertiefen. Außerdem sollte diese Veranstaltung den Auftakt für die zukünftige Zusammenarbeit und eine generelle Vernetzung aller Akteur*innen darstellen.

Wir freuen uns auf weitere Begegnungen mit allen Teilnehmer*innen sowie weiteren interessierten Universitätsmitgliedern. Wir wollen Sie weiterhin bestmöglich darin unterstützen, durch studentische Partizipation erfolgreich zu lehren und zu lernen.

Schon im Vorfeld der Veranstaltung spiegelte die Zahl der Anmeldungen für das Partizipationslabor das vorhandene Interesse und die Dringlichkeit des Themas der Studentischen Partizipation in der Lehre wider.

Um inhaltlich in das Thema der Studentischen Partizipation einzusteigen, hörten wir nach den Grußworten zunächst zwei Vorträge: Angela Sommer vom Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen bot einen Einstieg in das Thema mit Blick auf die Lehrenden und Kea Glaß gab als Best-Practice-Beispiel einen Einblick in ihre Lehrveranstaltung zum Thema „Alt werden in Bergedorf“, die sich an den Ansätzen des forschenden Lernens und des Community-based Research orientiert.

Nach dem Vortrag über ihre Lehrveranstaltung wurden Nachfragen von den Teilnehmenden gestellt, die in einer angeregten Diskussion mündeten. So wurde diskutiert, ob Notengebung nicht auch partizipativ gestaltet werden könne. Es könne beispielsweise eine studentische Hilfskraft eingebunden werden, was jedoch keine direkte Partizipation sei. In der Diskussion stellte sich heraus, dass für die Teilnehmer*innen transparente Bewertungskriterien und Auswahlmöglichkeiten von Prüfungsformen Möglichkeiten von Partizipation bei der Notengebung darstellen. Ein Ansatz zur partizipativen Notengebung könne die Orientierung an der Bewertung des Entwicklungsprozesses der Studierenden sein. Es wurde außerdem diskutiert, ob Notengebungen überhaupt noch nötig seien.

Einen weiteren Diskussionspunkt stellte die gemeinsame Unterrichtung von Bachelor- und Masterstudierenden dar, wie Kea Glaß es in ihrem Seminar umsetzte. Dies zeichne sich durch Vor- und Nachteile aus. Vorteilhaft sei bei einer derartigen Konstellation, dass die fortgeschritteneren Masterstudierenden die Bachelorstudierenden „an die Hand nehmen“ können. Kritische Stimmen sagten allerdings, dass eine Unter- oder Überforderung bei den Studierenden aufgrund des unterschiedlichen Leistungs- und Wissensstands ebenfalls möglich sei.

In einem zweiten Schritt wurden die Teilnehmenden für den anschließenden Workshop unter der Leitung von Sarah Heiden von der TU Nürnberg nach einer Input-Phase in Arbeitsgruppen aufgeteilt, um verschiedenen Fragestellungen nachzugehen.

Generation Z – Aktive Partizipation

Abschließend fand eine Bestandsaufnahme bzw. eine Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse statt.

Den Ergebnis-Bericht, Video-Interviews von der Veranstaltung und weitere Infos findet Ihr hier.

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